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GWK Kuhlmann expandiert mit einem zweiten Werk

Das Unternehmen GWK Kuhlmann investiert in unmittelbarer Nähe zum Hauptstandort 10 Millionen Euro in die Erweiterung seiner Produktionskapazitäten. Das neue Werk hat eine Grundfläche von 3.500 Quadratmeter und eine Produktionsfläche von 6.000 Quadratmetern und wird Produktionshalle, Lager und Versand enthalten.

Nach dem Anbau von zwei Produktionshallen im Jahr 2009 und 2017 war eine weitere Vergrößerung am Hauptstandort nicht mehr möglich. Bereits 2019 machte sich die Firmenleitung, die noch komplett in Familienhand ist, auf die Suche nach einem weiteren Standort und wurde in unmittelbarer Nähe des Hauptwerks in Salzkotten fündig.

Die GWK Kuhlmann ist seit ihrer Gründung im Jahr 1987 Spezialist für Armaturendämmungen, diese werden seit 1992 ausschließlich in Salzkotten produziert.

Energieeffizienz und CO2-Einsparung sind das Kerngeschäft von GWK Kuhlmann. Nicht nur bei der Entwicklung und Fertigung der Produkte, sondern auch beim Neubau wird viel Wert auf Nachhaltigkeit gelegt wird. Wie bereits erfolgreich im bestehenden Werk im Einsatz, wird auch der Neubau mit der selbstentwickelten Wärmerückgewinnungsanlage Effikon ausgerüstet. Bei der Fertigung der Dämmkappen fällt eine große Menge von Abwärme an, welche aufgefangen und durch Effikonanlage geregelt wird. Die Wärme kann so für weitere Produktionsprozesse, zur Temperierung der 3.500 qm großen Hallen und zum Heizen des Verwaltungsgebäudes genutzt werden. Die Wärmerückgewinnungsanlage arbeitet dabei so effizient, dass unterm Strich immer noch Energie in Form von Wärme übrig bleibt. Darüber hinaus wird das neue Werk wird unter anderem mit einem Luft-Luft-Wärmetauscher und einer Flachdachbegrünung ausgestattet.

In der gesamten Produktion liegt der Fokus auf modernen, energiesparenden und effizienten Einrichtungen. Die marktüblichen Anlagen haben einen sehr hohen Energiebedarf, „zu viel für meinen Geschmack“, sagt Fred Kuhlmann, „für unsere Produkte, die zur Energieeinsparung eingesetzt werden, ist das keine Option“. Daher wird es in Werk II hauptsächlich eigenentwickelte Fertigungsanlagen geben, die auf Energieeffizienz ausgerichtet sind. Im Vergleich zu marktüblichen Anlagen ist der Energieverbrauch der Eigenentwicklungen oft 50%, bei manchen Anlagen sogar zwei Drittel niedriger.

Eine dieser Eigenentwicklungen ist die Rotafusionsanlage. Die Fertigungslinie wurde von der GWK Kuhlmann speziell für monolitisch geschäumte Lüftungsrohre konstruiert.

Gerne hätte man beim Bau auch auf Fördermittel zugegriffen, doch die Firmenleitung entschied sich dazu, lieber umgehend mit dem Bau beginnen zu können, anstatt auf die Bewilligung von Anträgen zu warten. „Durch die Pandemie sind die oftmals sehr zeitintensiven Beantragungsprozesse noch langwieriger geworden und auch die Banken treten aufgrund der Krise auf die Bremse. Kein akzeptabler Zustand für ein Unternehmen, das trotz Corona auf Expansionskurs ist“ berichten die Co-Geschäftsführer Fred Kuhlmann und David Meermeyer. Auch wenn ihnen dadurch eventuell Fördergelder entgangen sind, sind sie sich sicher mit dem zügigen Baubeginn die richtige Entscheidung getroffen zu haben: „Die Überbrückung bis zum Einzug in das Werk II wird ein Kraftakt werden, denn wir platzen aus allen Nähten. Die Auftragsbücher sind voll und die Kunden erwarten den Produktionsstart bereits im dritten Quartal diesen Jahres“.

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Von links: Walter Kuhlmann (Bauleiter), Michaela Thol (Assistenz der Geschäftsführung), David Meermeyer (Geschäftsführer GWK Kuhlmann), Ulrich Berger (Bürgermeister Stadt Salzkotten), Fred Kuhlmann (Geschäftsführer GWK Kuhlmann), Katharina Scheibe (Assistenz der Geschäftsführung), Jörg Schlune (Baufirma Schlune)